#weltpolitik: Das Paradoxon der Westlichen Werte

Die Politik in dieser Woche ist ein trauriger Anblick… im Westen gibt es Ansätze, dass der Präsident der USA, der mächtigste Mann der Welt, geistig beeinträchtigt ist, im Osten regiert ein halbstarker Kommunist mit Atomwaffen ein unterdrücktes Land und irgendwo in der Mitte versucht ein Türke seine Diktatur im Mantel der Demokratie aufzubauen und einen Autonomiestaat, der versucht unabhängig zu werden, aber im letzten Moment alles auf Eis legt. Schwierig da ein passendes Thema zu finden, über welches sich wirklich zu schreiben und vor Allem zu kritisieren lohnt. Da kann man von Glück reden, dass man in den Vorlesungen des Studiums so manchmal seine Muse findet: Es ging um die Verbreitung und die Bedeutung der westlichen Werte.

Was sind denn nun die westlichen Werte, nach denen wir alle streben? Es gibt viele, doch lassen sie sich auf drei zentrale Werte reduzieren: Demokratie, Freiheit und Menschenrechte. Ich persönlich stehe dem ganzen Prinzip der westlichen Werte, welche auch als die Werte der sog. „Ersten Welt bezeichnet werden, kritisch gegenüber. Ich gehe nicht davon aus, dass ich sie im Folgenden definieren muss, deshalb werde ich nur auf deren Verbreitung und Schwachpunkte eingehen.

Beginnen wir mit den Menschenrechten, welche eine sichere Grundlage für das Leben eines jeden Menschen in einem Rechtsstaat bilden würden. Diese entpuppen sich oft aber lediglich als Richtlinien, d.h. Möglichkeiten einer Ausformulierung bestimmter Gesetze. Die Menschenrechte sind zwar in einer Charta festgelegt, oftmals jedoch nicht als Staatsgrundgesetz definiert, weshalb sich eben eine Art Grauzone ergibt.

Die Demokratie ist momentan im Wandel, und das nicht im positiven Sinne: die Parteien extremisieren sich. Schaut man nach Deutschland oder nach Österreich so sieht man die radikaleren Parteien im Laufe der letzten Jahre immer weiter nach vorne rücken, trotz parteiinterner Probleme. Menschen sehen sich nur mehr durch radikalere Lösungen geschützt, und sehen diese Lösung nicht in der Stärkung jetziger führender Parteien, die anscheinend zu langsam etwas ändern, sondern in Parteien, welche bisher keine wirklichen Lösungsansätze durchtesten mussten. Insgesamt möchte ich damit ausdrücken, dass wir in der Politik gerade etwas Gefährliches ausprobieren. Ich will nicht wissen, wie viele Menschen vielleicht unter unserer Entscheidung leiden müssen, seien es Migranten oder Einheimische. Nur weil wir Asylanten abschieben, heißt das nicht, dass wir automatisch keine eigenen Probleme mehr mit Arbeitslosigkeit oder der Grundversorgung aller haben. In manchen Ländern, so z.B. in der Türkei, sehen wir sogar den Ruf nach einem etwas freieren Regierungsstil, der anscheinend alles retten soll. Dabei sehen wir, dass es zu Leid und Unterdrückung kommt, und ich glaube nicht, dass das unser Ziel als Wähler ist.

Schlussendlich kommen wir noch zur Freiheit, welche einfach nur ein trügerisches Spiel mit uns selbst ist. Wir sind noch lange nicht so frei, um auf eine Art und Weise zu leben, wie wir es wollen. Natürlich dürfen wir den gesetzlichen Rahmen nicht überschreiten, doch sind uns oftmals gedankliche und soziale Grenzen gesetzt, welche uns bedrücken und negativ beeinflussen können. Das betrifft als prominentestes Beispiel unsere Sexualität. Sobald wir eine von der Norm abweichende Sexualität haben und diese auch ausleben möchten, werden wir durch die Erwartungen der Gesellschaft und der eigenen Familie daran gehindert. Um mit einem Zitat von Jean-Jacque Rousseau abzuschließen: Der Mensch wird frei geboren und überall liegt er in Ketten.

Ich hoffe, euch bringt dieser Text zum Nachdenken, ob und wie die westlichen Werte verbreitet werden sollen. Schließlich sollten nicht nur die Werte selbst, sondern auch deren Verbreitung uns als die erste Welt klassifizieren. Und wir sollten ein Vorbild in der Umsetzung und der Auslebung dieser Werte sein.

Bis bald!

Andreas

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