Unser erster Gastbeitrag

Heute schreiben weder ich, Gingia, noch Manu. Heute veröffentlichen wir unseren allerersten Gastbeitrag, den uns Andreas zur Verfügung stellt. Danke dafür 🙂 damit ihr wisst, wie und wer Andi so ist, hier kurz was zu ihm:

Mein Name ist Andreas, bin 19 Jahre alt und studiere Geschichte und Latein auf Lehramt an der Universität Innsbruck. Durch das Heim, in dem ich wohne, bin ich auf Gingia und Manu und ihren Blog aufmerksam geworden. Nach einiger Zeit des Lesens und des Diskutierens entstand der Gedanke eines Gastbeitrags und mit Eifer machte ich mich an die Sache, der ich nun hoffentlich gerecht geworden bin.

Wie Nachrichten die Welt (nicht) verändern

Nachrichten verfolgen uns jeden Tag: hier ist eine Wahl, dort war ein Anschlag und anderswo findet ein Junge den ersten Steinpilz des heurigen Jahres. Wir entnehmen aus den verschiedensten Medien, wie zum Beispiel Zeitung, Fernsehen, Internet und Radio die unterschiedlichsten Informationen über mehr oder weniger wichtige Geschehnisse auf der Welt. Und wir alle fühlen uns informiert, nachdem wir die Nachrichten gesehen, gelesen oder gehört haben.

Werter Leser: Versuche doch mal folgenden Fragen zu beantworten:

  • Was macht die UNO im Moment für Syrien im Kampf gegen den IS?
  • Wie sieht es mit den Flüchtlingen in Europa aus?
  • Was ist mit dem Brexit und dem Schottlandreferendum?
  • Welche Spannungen gibt es gerade zwischen Nordkorea und USA?
  • Wie sieht es aus mit TTIP? Und wie mit TPP?

Falls du all diese Fragen beantworten konntest, bist du einer der wenigen Glücklichen, die sich wirklich für die Welt interessieren und die Nachrichten auch dann noch verfolgen, wenn sie schon längst „out“ sind. Denn die Nachrichten sind oftmals nur mehr reine Unterhaltung geworden. Nach einem halben Jahr geht das Problem meist zwischen vielen anderen Problemen der Welt unter, betrifft uns jedoch immer noch. Ich glaube hierbei ist das beste Beispiel Griechenland:

Was ist mit der Schuldenkrise in Griechenland? Betrifft sie uns etwa nicht mehr?

Nachdem monatelang nur ein Thema breitgetreten wurde, stürzt sich die Presse auf neue Themen, die darauf abzielten die Welt zu schockieren und einen neuen Brennpunkt zu schaffen, ohne dass der alte je gelöscht worden wäre. Doch was machen wir? Wir lassen uns von der Politik der Welt unterhalten. Wir wählen keine Politiker mehr, sondern nur mehr Schauspieler in einem Theater, das nicht nur Milliarden an Geld, sondern auch viele Menschenleben kostet. Und die Nachrichten sind der Erzähler in diesem satirischen Stück, der uns durch die Geschehnisse leitet und uns nur das zeigt, was gezeigt werden soll. Das ist nicht unbedingt all das Geschehen auf der Welt, sondern nur das, was den Verkauf der Ausgabe oder die Einschaltquote steigert.

Es bräuchte umfassendere Nachrichten, die uns über alle Dinge informieren, die uns wirklich betreffen. Die Zeitungen sollten sich nicht nur auf Trends konzentrieren, sondern eine Rubrik eröffnen, welche bei bestimmten Themen in jeder Ausgabe neue Infos liefern.

Nun sagen sicherlich einige: „Ach, was du sagst, hat weder Hand noch Fuß! So ein Blödsinn!“ Dann achte doch mal auf die Welt da draußen, auf die Welt um dir herum. Schau auf die Wahlbeteiligungen, schau auf die Anzahl der Menschen, die sich für das AUSLAND interessieren. In der heutigen Zeit der Globalisierung sind wir Teil eines großen Ganzen, wir dürfen nicht zu sehr in unser kleines Eck schauen. Auch wenn wir denken, wir könnten uns vielleicht verkriechen und uns abschotten, indem wir selbstständiger werden und Parteien wählen, die im Spektrum weiter rechts sind, so werden immer große Einflüsse von außen auf uns einbrechen: Sei es eine Flüchtlingswelle oder ein Staat, der durch eine Wahl einen Präsidenten ohne Machteinschränkung erhält. Wir werden immer bedroht sein, und die Presse kann diese Bedrohungen verschweigen, schönreden oder aus Mücken Elefanten zaubern. Und das nur mit der Macht der Feder. Und wir lassen uns davon leiten, ohne zu sehen, dass wir die Mücke mit der Hand gegen die Wand klatschen können.

Wieso haben die Diktatoren der letzten hundert Jahre die Pressefreiheit abgeschafft? Weil sie um der Bedrohung durch die Presse wussten. Weil die Presse zu gefährlich war, da sie Menschen manipulieren kann. Heute leben wir in Pressefreiheit, die jedoch so auf Marktwirtschaft aufgebaut ist, dass wir immer nur die Probleme erleben, aber den Lösungsweg ein Jahr später nicht mehr, da er bereits vom nächsten Problem überschattet wird. Ich rufe euch deshalb auf, die Nachrichten auch zu hinterfragen und euch beim Schauen der Nachrichten zu überlegen, welche Dinge auch in einem Jahr noch wichtig sein könnten.

Ich bin gespannt auf eure Reaktion.

Andreas

IMG_1059

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s