Haben wir einfach nur Glück? – Sicher durch die Luft, trotz Massenabfertigung am Flughafen

In den Semesterferien habe ich mir eine kleine Auszeit vom Festland gegönnt und bin für eine Woche nach Irland gefahren. Wie man am schnellsten dorthin kommt? Natürlich mit dem Flugzeug. Bekanntlich müssen wir Südtiroler zunächst eine längere Autofahrt unternehmen, um schließlich zu einem brauchbaren Flughafen zu gelangen. Ich habe den Flughafen von Memmingen gewählt, von wo aus ich am günstigsten und schnellsten auf die „Grüne Insel“ gelangen sollte.

Ich muss zugeben, dass ich sehr wenig Erfahrung habe, wenn es darum geht, ein Flugzeug als Verkehrsmittel zu nutzen. Im Durchschnitt wage ich alle 2 Jahre den Weg durch die Luft. Vielleicht ist mir gerade aus diesem Grund, meine kürzlich gemachte Erfahrung so stark in Erinnerung geblieben.

Bereits der Start in meine Ferien begann ziemlich holprig. Der Flug war eine volle Stunde verspätet. Als dann unser Boarding begonnen hatte, wurden wir nach draußen, auf eine Art Terrasse, gelotst und sollten dort auf den Zutritt zu unserem Flieger warten. Das einzige Problem: es stand weit und breit kein Flugzeug auf dem Rollfeld.

Wenige Minuten später kam dann doch, unter großem Lärm, eine Boeing herangedonnert. Schnell in den vorgesehenen Platz geparkt, wurden Passagiere und Gepäck ausgeladen. „Das wird noch ewig dauern“, dachte ich mir genervt. Aber von wegen! Es dauerte keine 15 Minuten und wir saßen auf unseren Plätzen. Erst dann machten sich einige Sorgenfalten auf meiner Stirn breit: die Piloten und die Besatzungsmitglieder mussten schließlich stark gestresst sein. Eine Stunde länger als geplant in dieser Blechbüchse eingesperrt zu sein, stellte ich mir nicht allzu prickelnd vor. Endlich angekommen, konnten sie sich noch nicht einmal kurz die Füße vertreten und frische Luft schnappen. So früh als möglich sollte es nämlich weitergehen, um die verlorene Zeit aufzuholen. Ehrlich gesagt, hätte ich in diesem Moment lieber eine halbe Stunde meiner Zeit, zu Gunsten der Konzentrationsfähigkeit der Piloten, geopfert. Glücklicherweise verlief der Flug anschließend ohne Probleme.

Auch statistisch gesehen ist das Flugzeug, mit großem Abstand, das sicherste Verkehrsmittel auf unserem Planeten. Bei knapp 60 Millionen Flügen jährlich, ist das eine wahre Meisterleistung. Dennoch bleibt mir ein flaues Gefühl im Magen, nachdem ich dieses Prozedere hautnah miterlebt habe.

In diesem Sinne: kommt sicher ans Ziel!

Euer Manu

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