Keiner kann perfekt sein…

Kennt ihr das, wenn ihr immer alles besser machen wollt, aber es euch einfach nicht gelingt? Bei mir war das immer schon so. Schon als ich von der Grundschule in die Mittelschule kam, machte ich es mir zum Vorsatz, sauberer in meinen Heften zu arbeiten und vielleicht endlich mal schöner zu schreiben. Das funktionierte aber nicht. Drei vergebliche Jahre kritzelte ich mich durch meine Mittelschulzeit, in der Hoffnung, dass die Lehrer meine Schrift lesen konnten. Das taten sie auch, denn meine Noten waren einwandfrei.

Neue Schule- neuer Versuch. Als ich mit 14 in die Oberschule kam, wiederholte sich das ganze Szenario. Nur, dass meine kläglichen Versuche, total sauber und ordentlich zu sein, dieses Mal fünf anstatt nur drei Jahre dauerten. Naja, ein bisschen verbessert habe ich mich dann doch, aber ich verzettle mich einfach immer noch sehr häufig.

Jetzt bin ich also in der Uni angelangt und hatte auch hier den ultimativen Startvorsatz: Endlich total geordnet, organisiert und immer top vorbereitet zu den Lehrveranstaltungen gehen. Naja, auch hier bin ich gescheitert. Klar bin ich nicht eine, die tägliche Studentenpartys dem Lernen vorzieht und ihr Studium schleifen lässt, aber ich könnte mehr tun. Ich könnte ehrgeiziger sein.

Die Moral von meiner netten Lebensgeschichte ist also: Niemand von uns ist perfekt. Auch wenn manche Menschen so scheinen, als ob sie Tag für Tag ihr ganzes Leben im Griff haben würden und nie zweifeln, ob das, was sie tun, auch das Richtige ist. Wir alle streben nach etwas Besserem, und wenn es nur das Erfolgserlebnis ist, einen Pfannkuchen hinzukriegen, der beim Wenden nicht auseinanderbricht. Ich glaube, es gehört sogar zum Leben dazu, auch mal zu versagen bzw. eine Niederlage, welcher Art auch immer, einzustecken. Sonst wäre unser Leben ja langweilig. Also, setzt euch nicht zu viel unter Druck und genießt das Leben. Denn wir alle sind irgendwie perfekt unperfekt.

Ihr hört von mir,

Gingia

sonnenaufgang_am_gipfeltag

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3 Gedanken zu “Keiner kann perfekt sein…

  1. Das Beispiel mit dem Pfannkuchen ist gut! 😉 Erstaunlich ist doch folgendes: Auch wenn wir einmal das Ziel von „ordentlich arbeiten“ oder „Pfannkuchen nicht in Kaiserschmarrn verwandeln“ erreicht haben, ist es damit nicht getan. Man muss ja immer wieder dranbleiben, um es wieder und wieder so zu schaffen. Sprich: Wenn man eine Woche immer vorbereitet in die Uni ist, bringt es nichts, wenn man sich sagt: Hab ich ja jetzt geschafft, muss ich mich nicht weiter anstrengen. Dann fällt man in alte Muster zurück. Etwas zu verändern heißt immer: Dauerhaft daran arbeiten (bis es sich eingeschliffen hat und somit automatisch geworden ist.) Und das ist harte Arbeit!

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