Weißt du was, dann mach ich halt Schluss!

Diejenigen, die gedacht haben, dass sich mein Beitrag heute um das Ende von Beziehungen dreht, liegen leider falsch. Indirekt zumindest. Denn für mich hat Schlussmachen nicht zwingend etwas mit Liebesbeziehungen zu tun. Man kann nämlich meiner Meinung nach mit vielem, wenn nicht sogar mit allem, auf irgendeine Weise Schluss machen. Das sagt uns sogar schon die „Orbit“- Werbung. (Ihr erinnert euch, der Typ der einen Kaugummi isst und deshalb Schluss mit seinem Doughnut macht…).

Also, wir wissen, dass man sich von allem irgendwann mal trennen kann bzw. sogar trennen muss, wenn es einfach nicht mehr geht, wenn man mehr streitet als man nett zueinander ist oder wenn es nichts mehr gibt, was einander verbindet, außer die Erlebnisse der Vergangenheit. Dann ist es meistens an der Zeit, Schluss zu machen. Aber wie funktioniert dieses Schlussmachen? Wie kann man dem anderen schonend beibringen, dass man die Verbindung, zu der man momentan mit ihm steht, trennen muss, ohne ihn zu verletzen? Schließlich kann man in den öftesten Fällen ja gar nichts dafür, Menschen verändern sich nun Mal, und das kann bei Gefühlen genauso sein.

Meiner Meinung nach gibt es beim Schlussmachen (ob in einer Freundschaft oder einer Liebesbeziehung) keinen richtigen oder falschen Zeitpunkt. Überhaupt sind „richtig“ und „falsch“ zwei bewertende Wörter, die negativ bzw. positiv konnotiert sind, die aber durch die Gesellschaft ihre jeweiligen Wertungen bekommen haben. Damit meine ich, dass man bei gewissen Dingen gar nicht von richtig und falsch sprechen sollte.

Aber zurück zum Schluss machen. Meistens ist Schlussmachen für beide Beteiligten blöd. Der, mit dem Schluss gemacht wird, fühlt sich schlecht und versteht die Welt nicht mehr, weil ja von seiner Seite aus „alles in Ordnung“ war, und der, der Schluss macht, fühlt sich schlecht, weil sich der andere schlecht fühlt.

Und trotzdem ist Schlussmachen oft eine Notwendigkeit, die man hinter sich bringen muss. Wenn ihr also diejenigen seid, mit denen Schluss gemacht wird, Kopf hoch, jedes schlechte Ereignis macht einen stärker und jeder mag Doughnuts, also bleibt ihr sicher nicht alleine.

Ihr hört von mir,

Gingia

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3 Gedanken zu “Weißt du was, dann mach ich halt Schluss!

  1. Also ging es in deinem Eintrag doch hauptsächlich um das Schlussmachen bei Beziehungen. Ich habe aufgrund der Verneinung am Anfang des Textes nun etwas mehr zum Thema „Schlussmachen mit schlechten Angewohnheiten“ oder so erwartet, etwas wie: Wie gestalte ich mein Leben besser? Aber gut, war auch so ganz nett. Wobei ich sagen muss, dass zwischen dem Schlussmachen einer Beziehung und einer Freundschaft Welten liegen. Im Kindergarten neigt man vielleicht dazu, jemand ins Gesicht zu sagen: Du bist nicht mehr mein Freund! Wenn wir älter werden, sieht Schlussmachen in einer Freundschaft eher so aus: Man sagt Treffen regelmäßig ab, antwortet kaum noch auf Nachrichten, verliert den Kontakt und dann ist es halt vorbei. Das ist ein langsamer Prozess, den man erst im Nachhinein richtig wahrnimmt. Beziehungen gehen so nur in den seltensten Fällen zu Ende. Dann ist es meiner Meinung nach nie eine feste Beziehung gewesen.

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    • Danke für deinen Kommentar 🙂 ich persönlich finde, wir sollten die Ehrlichkeit des Kindergartenprinzips beibehalten, auch wenn es wehtut aber man weiß wenigstens gleich, woran man ist…
      Lg Gingia

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      • Das bringt meiner Meinung nach zwei Probleme mit sich: Erst einmal ist es mindestens für den, dem die Freundschaft gekündigt wird, schmerzhaft. Und andererseits ist damit auch der Weg versperrt, die Freundschaft jemals wieder aufzunehmen. Auch wenn der Kontakt abbricht und man der Meinung ist, diese Person ist nicht mehr mein Freund, da sie nicht mehr an meinem Leben Teil hat, kann man eines Tages die Person wieder anschreiben oder immer noch ein paar nette Worte wechseln, wenn man sich noch einmal irgendwo trifft. Bei so krassen Schritten wie einer Freundschaftskündigung verbaut man sich alles, die Welt besteht dann nur noch aus harten Cuts. „Mit dem rede ich nie wieder!“ ist keine erwachsene Haltung. Jemanden auch zu verzeihen, gerade in einer Freundschaft, auch wenn derjenige verletzend war, sich nicht mehr gemeldet hat, was auch immer… Das macht den Schritt vom Kind zum Erwachsenen aus: Vergeben zu können, auch wenn der andere nicht auf Knien rutschend vor einem um Verzeihung bettelt. Leider schaffen diesen Schritt die meisten erst in einem Alter, wo sie all die guten Schulfreunde schon längst vor den Kopf gestoßen und damit verloren haben. Manche lernen es auch nie und bleiben ewig dickköpfige, sture Kinder. Und ich betone die Schulfreunde hier besonders, weil dass die engsten Freunde im Leben sind, die man haben wird. Alles, was danach kommt, ist meist nur oberflächlich und nicht von Dauer.

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