Der verflixte erste Eindruck…

Wenn man neue Leute kennen lernt, kommt es unweigerlich dazu, dass man einige Personen auf Anhieb gut leiden kann, während man sich von anderen wünscht, sie mögen sofort wieder Land gewinnen. Doch wieso hinterlassen manche Menschen einen so schlechten ersten Eindruck?

Nennt mich verrückt, aber wenn jemand bereits am Frühstückstisch damit beginnt Witze zu erzählen und vor guter Laune beinahe zerspringt, dann ist für mich etwas faul. Genauso suspekt sind mit Leute die keine Schokolade mögen oder ab der ersten Vorlesung mitlernen. „Diese Personen mögen mich bitte wieder in Ruhe lassen, danke!“

Ich finde es aber eigentlich recht interessant wie sich klischeehafte Vorstellungen sofort auf die neue Bekanntschaft übertragen. Raucht eine Person, ist sie verantwortungslos; antwortet diese nur zaghaft auf die gestellten Fragen, ist sie schüchtern; fühlt man sich während des Gesprächs wie ein Talk-show-Moderator der laufend Fragen stellt und nie selbst gefragt wird, ist sie eingebildet. Diese sind nur einige Beispiele die anschließend an der Person haften bleiben wie Kaugummi.

Apropos „erster Eindruck“. Dieses Spiel funktioniert nämlich auch umgekehrt. Bei Bewerbungsgesprächen beispielsweise bekommen wir selbst immer wieder den Ratschlag: „Hinterlasse einen guten ersten Eindruck!“ Das würde ich ja auch gerne, habe aber leider keine Ahnung wie mein Gesprächspartner verschiedene Aussagen von mir aufnehmen wird. Es gibt zwar einige unausgesprochene Regeln (wenn man dem Internet Glauben schenken kann), doch kann man diese auch nur in gewissen Situationen anwenden. Zum Beispiel auf die Frage: „Wie viel Geld möchten Sie bei uns verdienen?“ solle man mit dem Satz antworten: „Sie werden mich sicherlich gerecht entlohnen.“ Dieser lässt sich aber nur bis zu dem Zeitpunkt anwenden, bis der Gesprächspartner weiter nachhakt und zum Beispiel fragt: „Sehr diplomatisch. Aber jetzt im Ernst, wie viel möchten Sie bei uns verdienen?“ Was kommt dann? Soll man panisch die Flucht ergreifen oder aus dem Fenster springen?

So ähnlich geht es uns auch mit dem Kennenlernen neuer Bekanntschaften. Man flüchtet sich zunächst in Begrüßungsfloskeln und dem üblichen small-talk. Was aber wenn dieses Terrain verlassen wird?

Was für eine komplizierte Welt…

Gut, dass wir heute meist nur noch via Emojis kommunizieren.

Bis zum nächsten Mal!

Euer Manu

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2 Gedanken zu “Der verflixte erste Eindruck…

  1. Angeblich braucht man ja laut Forschung noch nicht einmal den Mund aufzumachen, die allerersten Sekunden entscheiden wohl über Sympathie – oder eben nicht. Ja, dennoch sollten wir wohl öfter ein zweites Mal hinsehen. Es gibt, die erst schüchtern und dann brilliant munter und witzig sind, es gibt die „Selbstbewussten“, bei denen das nur aufgesetzt ist und und… Ach ja – und die Bewerbungsgespräche, da hätte ich mir auch manchmal die Flucht aus dem Fenster gewünscht bei diesem häufig sinnlosen Floskel-Ping-Pong..

    LG
    Chris

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    • Hallo Chris! Da gebe ich dir vollkommen recht. Wir lassen uns viel zu oft von unserem ersten Eindruck leiten. Vielleicht kann man ja bewusst darauf hinarbeiten diesen in Zukunft zu ignorieren 😉 LG
      Manu

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