Die Willkürlichkeit der Wörter

Heute mache ich Mal meinem Studium alle Ehre und schreibe über ein Thema, dass mich in den letzten zwei Semestern, und ich bin mir sicher auch in den folgenden Semestern immer wieder beschäftigt. Letztes Jahr habe ich gelernt, dass ein sprachliches Zeichen willkürlich bzw. arbiträr ist. Das heißt, es hat eigentlich gar nichts mit dem Ding zu tun, das es bezeichnet. Es ist einfach da. Irgendjemand hat es erfunden und irgendjemand hat sich darauf geeinigt, dass Salz z.B. Salz heißt.

Wisst ihr, wie man ein Wort nennt, das von vorne und von hinten gleich gelesen werden kann? Man nennt dieses Wort Palindrom. Dieses Wort selbst ergibt rückwärts gelesen keinen Sinn. Oder wisst ihr, was Mordnilap ist? Könnt’s ja für mich Googeln und mir dann sagen. Das Wort Palindrom kommt, so wie irgendwie alle intelligenten Wörter, vom Griechischen palíndromos, was so viel bedeutet wie „rückwärts laufend“. Und hier haben wir die Arbitrarität. Ich kann zwar kein griechisch, aber was bitte haben die Buchstaben p a l i n d r o m o s mit dem Vorgang des Rückwärtslaufens zu tun? Auf Griechisch bestimmt auch genau so wenig wie auf Deutsch.  Nichts.

Solche Wörter, wie das Palindrom, haben die blöde Eigenschaft, von uns Lernenden immer wieder vergessen zu werden. Wir können uns das gar nicht merken. Praktisch also, wenn man selbst ein Palindrom ist. Und nein, Gingia klingt nicht von Vorne und von Hinten gleich. Ich heiße ja auch noch Anna und das ist definitiv ein Palindrom.

Die Devise lautet also, sich Eselsbrücken zu machen, oder Verknüpfungen zu anderen Dingen oder Menschen oder sogar Ereignissen herstellen. Ihr werdet sehen, dann merkt ihr euch komplizierte Begriffe viel leichter und hinterlasst einen guten Eindruck bei denen, die wissen wovon ihr sprecht. Und dann ist das mit der Willkürlichkeit zwischen Buchstabenketten und dem Ding an sich auch nicht mehr so sinnlos.

Ihr hört von mir,

Gingia

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2 Gedanken zu “Die Willkürlichkeit der Wörter

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