Der Kaffeesatz kann mich mal!

Der Titel zu diesem Beitrag mag möglicherweise etwas aggressiv klingen, doch hat mir in letzter Zeit vor allem der Start in den Tag so manche Probleme bereitet. Wie kann ich am Besten den Schwung, welchen mir meine blühende Phantasie in meinen Träumen aufzeigt, in den Alltag mitnehmen? Da wäre zum einen schon der Gang zum Badezimmer, welcher sich anfühlt, als wären es die letzten Meter eines Marathonlaufs. Dann noch der Schock beim Blick in den Spiegel, welcher meinen Puls stark beschleunigt, ich dadurch aber immer noch nicht wacher werde. Vielleicht schafft es ja der Gang in die Gemeinschaftsküche? – von wegen. Dort begegne ich meinesgleichen, die genauso stark damit zu kämpfen haben, ihre kiloschweren Augenlieder offen zu halten.

Wie wäre es dann mit einem frisch gebrühten Kaffee? Doch auch die kleine Kaffeemaschine scheint sich heute gegen mich verschworen zu haben. Aufgrund minimal vorhandener Kräfte, scheint sich meine kleine Mokka-Kanne nämlich nicht einmal von Arnold Schwarzenegger persönlich öffnen zu lassen. Nun hilft ja nichts, denke ich mir. Ich trete einen Schritt zurück, atme tief durch und versuche mich unter Höllenqualen noch einmal an der Aufgabe, die Kaffeemaschine aufzuschrauben. Mit Erfolg! Nach dem Aufbrühen des Kaffees, hocke ich mich schließlich auf einen Stuhl, umklammere den für mich zurzeit wertvollsten Gegenstand auf der Welt, meinen Kaffeebecher, und bete auf eine ungesund starke und vor allem schnelle Wirkung des Koffeins. Endlich scheinen sich meine Lebensgeister wieder in meinen Körper einzunisten und geben mir ein Gefühl des Wachzustandes. Endlich scheine ich in diesem Tag angekommen zu sein, wenngleich dieses Miststück namens Sonne sich ausgerechnet zur Frühstückszeit in Innsbruck blicken lässt und sich auf meinen Augen anfühlt, als würde der Sandmann noch die letzten Reste seiner abendlichen Arbeit in meine Augen streuen.

Bis zum letzten Tropfen inhaliere ich genüsslich jede noch so kleine Spur von Kaffeegeruch, bis sich schlussendlich nur noch geringe Mengen der gemahlenen Bohnen in meinem Becher befinden. Dies ist also der sagenumwobene Kaffeesatz aus dem Informationen zu meiner Gegenwart und meiner Zukunft gewonnen werden sollen. Ein paar Sekunden sehe ich mir die schwarzen Körner noch etwas genauer an, bis ich eine noch nie zuvor erfahrene Klarheit in meinem Kopf spüre: Ich wasche diesen unappetitlichen Rest aus und mache mir eine zweite Tasse Kaffee!

Danach kann ich euch auch einen ernstgemeinten guten Morgen wünschen! Bis zum nächsten Mal!

Euer Manu

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