Ein Stigma für die Ewigkeit

Vielleicht hat der eine oder andere schon erahnt, worüber mein heutiger Beitrag handelt. Es geht um Tattoos. Diese manchmal kleinen, manchmal großen, bedeutungsvollen oder bedeutungslosen, schönen oder hässlichen eingestochenen Male, die auf ewig unter unserer Haut bleiben. Und ja, wenn ich unserer Haut sage, meine ich auch unsere Haut, denn ich habe selbst ein Tattoo und lasse mir demnächst mein zweites stechen. Ich bin also totale Tattooliebhaberin und meistens gefallen sie mir auch bei anderen Menschen. Einzige Voraussetzung: Jedes Tattoo muss für mich seine eigene Geschichte haben und jeder, der mir von seinem Tattoo erzählt, sollte eine tolle Erklärung dafür parat haben. Sätze wie „Ich hatte einfach Mal Bock“ oder „Alle haben eines, das ist ja voll cool“, hasse ich. Wenn einer sagt er hat sich tätowieren lassen, weil er es schön findet und damit mehr Mädels aufreißen will, okay, dann bin ich schon überzeugt. Von seinem Tattoo.

Um hier eine Überleitung zu machen: Wenn von Tattoos die Rede ist spalten sich die Gemüter. Die einen finden es vollkommen in Ordnung, würden sich selbst aber nie eines machen lassen, die anderen finden es scheiße und verachten alle, die auch nur einen kleinen Tintenklecks unter ihrer Fingerkuppe haben und die anderen haben sogar mehrere Tattoos und finden sie bei anderen Leuten auch total super. Und dann gibt es auch noch die, die selbst ein Tattoo haben und sich dafür hassen, weil es ein im Suff entstandenes A****geweih oder der Name einer verflossenen Liebe ist. Über Tattoos könnte ich stundenlang diskutieren und würde mit meinem Gegenüber auf keinen gemeinsamen Nenner kommen. Denn ich akzeptiere von jedem die Meinung, ich akzeptiere auch jedes Tattoo, aber deshalb finde ich es noch lange nicht schön. Schließlich muss ja jeder selbst mit seinem „vernarbten“ Körper zurechtkommen. Und das ein Leben lang, wenn man sich nicht gerade eine Laserbehandlung unterziehen will.

Ich empfehle jedem, der das hier liest, sich irgendwann Mal ein Tattoo machen zu lassen. Ein Tattoo prägt einen sein ganzes Leben lang und ist mit Erinnerungen verbunden, die euch nie wieder loslassen werden. Aber denkt gut darüber nach, wo und vor allem was ihr macht. Denn wahrscheinlich seht ihr es alle Tage und es sollte euch auch noch mit 50 so gut gefallen wie es euch mit 18 gefallen hat.

Und noch ein Tipp: Geht auf jeden Fall in ein professionelles Tattoostudio. Da gebt ihr zwar etwas mehr Geld aus aber dafür habt ihr nachher keine Beschwerden und wisst, dass ihr eine halbwegs „gute“ Tinte unter der Haut habt.

Ach ja, und wenn ihr Angst vor der Nadel habt, das ist nicht so schlimm wie es alle behaupten, überhaupt wenn ihr euch an Stellen tätowieren lässt, wo viel Haut ist. Z.B. auf dem Oberarm.

Also, denkt an mich und traut euch was,

ihr hört von mir,

Gingia

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3 Gedanken zu “Ein Stigma für die Ewigkeit

  1. Bin ganz deiner Meinung, Gingia und mir gefallen meine Tattoos (habe unüblicherweise 2, aber das 3. kommt bestimmt) auch noch mit 53 *grins* … Viele Leute rätseln zwar was das Tattoo auf meinem Unterarm darstellen sollte, es erinnert mich an einen meiner schönsten Triathlons, den Extrem-Triathlon Norseman und ist dessen logo …
    Länger habe ich mir allerdings Gedanken gemacht, ob ich mir etwas stechen lassen soll oder ein Motiv nach vielen Jahren nicht mehr schön ist, wenn die Haut altert. Siehe die Karikatur hier:

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  2. https://gabiwinck.files.wordpress.com/2016/04/tattoo.jpg?w=489&h=481
    Das Logo des Norseman stellt einen Kompass dar mit dem N für Norseman.
    Bericht hier: https://gabiwinck.wordpress.com/2012_norseman_zum_zweiten/
    Wenn ich den Celtman im Juni schaffe zu finishen, dann wird das Logo dieses Triathlons das nächste Motiv sein, weiß aber noch nicht wohin es kommen soll:
    https://scontent.xx.fbcdn.net/hphotos-xpf1/v/t1.0-9/12512297_1184661358229003_6121367139021765319_n.jpg?oh=9fc1a55633c02a1bffe99aea7a5a58d4&oe=57A0DDA2
    Allen viel Spaß mit ihren Tattoos. Aber eigentlich könnte man einwenden: man/frau fällt heutzutage eher auf, wenn er/sie kein Tattoo hat … 🙂 🙂

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    • Das stimmt. Seit ich mein Tattoo habe gebe ich immer mehr Acht darauf, wer alles ein Tattoo hat und ich erinnere mich später an die, wo ich keines gesehen habe. Oder über ein ganz spezielles. Mich fragen die Leute auch ständig, was den mein Tattoo bedeutet, aber das coolste ist dann, wenn man ihnen eine Bombenantwort liefern kann.
      Das mit dem altern habe ich mir natürlich auch gedacht, aber ich glaube die meisten Tattoos sehen auch auf schrumpeliger Haut cool aus, hoffe ich zumindest.
      Danke dir für deinen Kommentar. Es freut mich imme, wenn meine Texte zum darüber nachdenken anregen.
      PS: Ich habe auch die leise Vermutung, dass es bei mir auch nicht bei zwei Tattoos bleibt.

      LG Gingia 🙂

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