Wie mir eine Stunde die Tour versaut…

Habt ihr euch auch am letzten Sonntag die folgende Frage gestellt: „Wird die Uhr jetzt eine Stunde nach vorn oder eine Stunde zurück gestellt?“ Mir bleibt natürlich nichts anderes übrig, als mich auf die Suche nach Menschen zu machen die darüber im Bilde sind. Dies gestaltet sich aber auch schwieriger als gedacht. Es gibt jene Sorte von Menschen die 100 prozentig sicher sind, dass im Frühling die Uhren um eine Stunde zurückgestellt werden. Das ist natürlich völliger Unsinn wie ich von einer freundlichen Verkäuferin erfahren habe, die an späterer Stelle eine entscheidende Rolle spielt. Ihre Eselsbrücke, die je bei mir jeweils funktioniert hat, ist folgende: Im Frühling wird es warm, die Cafés stellen daher ihre Tische vor das Lokal. Im Winter will niemand mehr draußen sitzen (stimmt das denn überhaupt oder ist es den Kellner*innen eine willkommene Ausrede sich den Weg nach draußen zu sparen?), also werden die Stühle wieder nach drinnen gestellt. Die Uhr wird also einmal vorn und einmal nach drinnen gestellt (oder eben zurück).

Doch da gibt es wie bereits erwähnt jene Menschen, die sich zu 1000 Prozent sicher sind, dass die Uhr zurückgestellt werden muss. Dies führt dann zu einer lautstarken Diskussion, bis man einknickt und alle Uhren um eine Stunde nach hinten stellt. Zufrieden und glücklich verlassen die genannten Personen dann die eigene Wohnung und machen sich anschließend auf dem Heimweg. Ich selbst stelle natürlich die Uhren sofort wieder um drei Stunden nach vorn, um diese Aktion rückgängig zu machen.

Wieso tun wir uns eigentlich zwei Mal jährlich diese Qualen an? Für die gesamte nächste Woche spüre ich sicher noch den Zeitunterschied und werde nicht in meinen Tagesrhythmus kommen. Nur gut, dass ich sowieso am nächsten Tag früh aufstehen will um einige Erledigungen zu machen. Das Aufstehen verläuft relativ unproblematisch, fühle mich nicht erschöpft von der Stunde Zeitunterschied. Als ich mich aber auf dem Weg mache, fällt mir auf, dass die Gassen menschenleer sind. Ich war zwar wirklich noch recht früh dran, konnte mir allerdings nicht erklären, weshalb ich der einzige weit und breit auf der Straße war. Als ich kurz nach 9 Uhr mit meinen Erledigungen beginnen wollte, fand ich ausschließlich verschlossene Ladentüren vor. Ich war also nicht der einzige, dem die Zeitumstellung zu schaffen macht.

Nach einer halben Stunde wurde es mir dann aber doch zu bunt und ich trat den nach Hause Weg an. Als ich schon am Ende des Stadtzentrums angelangt war, konnte ich jedoch ein sich öffnendes Ladenrollo wahrnehmen. Ich kehre also nochmals um und frage die Verkäuferin um die Auflösung meines Rätsels zu erfahren. Und wieder einmal zeigt sich also, dass ich und die Mathematik keine Freunde mehr werden.

Die Moral von Heute lautet also: Lasst euch von niemandem aus dem Konzept bringe!

Nein im Ernst: die Moral lautet, dass Zeitumstellungen bescheuert sind!

Euer Manu

Advertisements

2 Gedanken zu “Wie mir eine Stunde die Tour versaut…

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s