Student X – Der Verbrecher

Was bisher geschah:

Student X sorgt pflichtbewusst für Recht und Ordnung in dem Studentenheim „0815“ in Innsbruck. Sein erster Verdacht auf den Täter eines grausamen Cookie-Verbrechens, stellte sich als falsch heraus. Jetzt muss er noch einmal ganz von vorne Anfangen. Was übersieht er bloß?

Mittlerweile ist es Mitternacht im Studierendenheim. X steigt zerknirscht die Treppen zu seinem Zimmer empor und zermartert sich das Hirn. Wie konnte der Übeltäter fliehen? Wie hatte er das Verbrechen begangen? Und weshalb nehmen es Schauspieler auf sich, ein Medizinstudium abzuschließen, nur um bei einer Fernsehserie mitspielen zu können? Endlich hatte er es geschafft die anstrengenden Treppen empor zu steigen und öffnet die Tür, welche in den Flur des 3. Stockwerkes führt. Ein seltsames Gefühl führte dazu, dass X zur Küche ging. Er entriegelt die Tür wieder mit Hilfe des Chipschlüssels und sieht sich noch einmal gründlich in den Räumlichkeiten um. Er versucht sich selbst in die Lage des Verbrechers zu versetzen und spielt einige Szenarien nach, wie etwa die Hechtrolle quer über die Kücheninsel, um nach draußen zu flüchten.

Plötzlich hört er ein, ihm unbekanntes Geräusch. Es wirkt als ob eine kleinere Spezies, deren Hände mit schnellen Bewegungen auf und ab bewegen würde. X dreht sich nach rechts und fixiert den Ort, von dem das Geräusch stammte. Er entdeckt eine Taube, die durch ein geöffnetes Fenster in die Küche gelangt war. Diese flattert sogleich zur Kekspackung, welche immer noch an der selben Stelle abgelegt war und schaffte es einen Cookie aus der Packung zu nehmen. Sie schleudert den Cookie herum, bis er zu Boden fällt und von ihr genüsslich verspeist wird.

X konnte kaum fassen, was sich vor ihm abspielte. Zitternd vor angst nähert er sich mit langsamen Bewegungen dem Vogel und schafft es mit einem geschickten Griff die Taube zu fangen. Wenig später verlässt er zufrieden die Küche und geht erleichtert auf sein Zimmer zurück. Wieder einmal hatte er seine Mitbewohner vor einer Katastrophe bewahrt. Auch wenn diese nichts von seinem Auftrag wussten, war er dennoch höchst zufrieden und schlief wenig später ein.

Am nächsten Tag verlief am Vormittag alles ruhig. Gegen 13:00 Uhr bereitete er sein Mittagessen zu,indem er eine Kasserolle in den Ofen schob. „Wow was riecht denn hier so gut?“, fragt ein Mitbewohner, der soeben die Küche betritt. „Ach ich habe mir einen Vogel geröstet“, antwortet X cool und erzählt dem Mitbewohner von seinen Erlebnissen am gestrigen Tag. Die Geschichte von dem mutigen eingreifen von X, welcher den Fall des gestohlenen Cookies löste und die Taube in die Freiheit zurückließ, scheint den Mitbewohner zu beindrucken. „Möchtest du auch ein Stück Hähnchen? Ich habe es heute frisch vom Bio-Markt“, fragte ihn X welcher jedoch dankend ablehnte.

Ende

Euer Manu

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