Wie wird man seinen Schatten los?

Ich muss zugeben, der Überschrift nach könnte hier vieles stehen, aber ihr wisst ja, wie ich zu Überschriften stehe und außerdem bin ich mir fast sicher, dass einige von euch doch erahnen konnten wovon ich heute schreibe.

Ich liebe es ins Theater oder Musical zu gehen. Mir gefällt vieles sehr gut und noch besser gefällt es mir, wenn Leute in dem Musical mitspielen, die man selbst kennt. Am Sonntag war es wiedermal der Fall. Ich war in meiner ehemaligen Schule und bestaunte das grandiose Musical, das sie „Amadé“ nannten. Amadé deshalb weil es das Musical von Wolfgang Amadeus Mozart war, den man später oft Amadé nannte.

Ich bin schnell zu begeistern, aber was ich am Sonntag erlebte, übertraf alle meine Erwartungen. Mir hat ausnahmslos jedes einzelne der Lieder gefallen, so ziemlich alle waren sehr gut bis grandios gesungen.
Aber bei einem Musical achten viel zu viele Menschen auf das, was auf der Bühne geschieht und viel zu wenige achten darauf, was hinter der Bühne geschieht. Ich weiß selbst aus Erfahrung, wie nervenauftreibend es für einen Chorsänger sein kann, gefühlte 1000 mal dieselbe Liedstelle zu wiederholen und wie mühsam es als Bandmitglied ist, seine eigene Stimme einzuüben, die noch gar nicht nach „Bandsound“ klingt. Allem voran stehen aber die Lehrer, denn man muss bedenken, dass sie es den Schülern- von denen nämlich das Musical gespielt wird- ermöglichen, so eine Vorstellung auf die Beine zu bringen.

Damit ich nicht ganz an der Überschrift vorbeischreibe möchte ich noch kurz erwähnen, warum ich denn diese Überschrift gewählt habe. In „Amadé“ geht es um den jungen Wolfgang, der von seinem Schatten, dem ewig komponierenden Porzellankind „Amadé“, also seinem genialen Talent, verfolgt wird und ihn daran hindert, so zu sein, wie er wirklich sein will.

Das Musical ist meiner Meinung nach einsame Spitze, und wer es noch nicht gesehen hat, sollte es sich unbedingt ansehen.

Ihr hört von mir,

eure Gingia

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