„Googlen“ als das neue Stalking

Da ich mich, wie ihr von einigen meiner Beiträge wisst, gerne inspirieren lasse und oft Themen aufgreife, die ich von meinen Freunden vorgeschlagen bekomme, gehe ich heute wiedermal einem Vorschlag nach.
Hand aufs Herz. Wenn ihr jemanden kennenlernt, dann recherchiert jeder von uns erstmal eine Person im Internet, bevor er sie so richtig kennenlernt. Man durchforstet das Internet, liest sich alle möglichen Artikel durch und sieht sich einige Fotos an. Richtig anspruchsvoll ist es, wenn man den Namen nicht richtig weiß, oder es sehr viele mit demselben Namen gibt.
Ich nenne das „googlen“ einer Person nicht stalken, denn schließlich steht das ja alles im Internet und ist also frei zugänglich für jeden, der einen funktionstüchtigen Internet Browser hat. Selbst Schuld, wenn man alle Fotos öffentlich auf Facebook postet oder Instagram so einstellt, dass einem jeder folgen kann, ohne dass man es selbst bestätigen muss. Leute, das ist war für Promis, die gestalkt werden WOLLEN. Aber nicht für 0815 möchtegern Auffällige, die sich dann aufregen, wenn man Infos von ihnen hat, die sie eigentlich gar nicht zeigen wollten.
Denn es gibt sehr wohl alle möglichen Privatsphäre Einstellungen, die euch auf Google praktisch unfindbar machen, wenn ihr nicht grad einen erstklassigen Wettbewerb gewonnen habt und der macht euch ja sozusagen zu einer in der Öffentlichkeit stehenden Person.
Abgesehen von den ganzen Einstellungen könntet ihr euch ja einfach unter einem verschlüsselten Namen anmelden, nur wenige Freundschaften annehmen oder euch gar nicht bei sozialen Netzwerken registrieren. Dann gibt es auch keine Stalker, die euch auf der Straße wegen eurer neuen Haarfarbe ansprechen und euch fragen, warum ihr die noch nicht gepostet habt.

Leute die glauben sie hätten Stalker, nur weil sich jemand für sie interessiert und wissen will, mit wem er es zu tun hat, sind fast schon ein bisschen zu bedauern. Und wegen solchen Leuten wird es für echte Stalkingopfer immer schwieriger, mit ihrem Problem nicht auf taube Ohren zu stoßen. Aber wo ist sie, die Schwelle zwischen dem recherchieren und Infos sammeln und dem „Ich sah dich heute in der Schule, du hattest dein grünes Top  mit der schwarzen Aufschrift an“? Wo hört der Spaß auf, ab wann fängt das Beobachten und Analysieren an, krankhaft zu werden?

Psychologen haben da sicher irgendwelche Tests, wie sie das herausfinden können, aber irgendwie ist das doch immer individuell oder? Ich geb diese Fragen Mal an euch weiter und verabschiede mich für heute.

Ihr hört von mir,

Gingia

Screenshot (2) - Kopie

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