Frage ist nicht gleich Frage

Kennt ihr das typische Fettnäpfchen? Ich kenne es nicht nur, ich habe es für die meisten Tage im Jahr sogar gepachtet. Aber wieso treten wir -mehr oder weniger permanent- in Fettnäpfchen? Was ist der Auslöser dafür? Der Auslöser, das sind die Fragen, die unser Hirn zusammenschustert und wenn wir es nicht schaffen, die Frage vor dem Aussprechen zurückzuhalten, dann kommt es zum Tritt ins Fettnäpfchen.

Meistens reißt man sich aber doch so gut zusammen, dass es zum Aussprechen der unangenehmen Frage nicht kommt. Aber nur, weil man die Frage nicht gestellt hat, ist sie nicht aus unseren Gedanken verschwunden. Wir können solche Fragen nicht ewig verdrängen, weil sie ständig auf unseren Lippen brennen und uns nicht mehr klar denken lassen. Wir sind unkonzentriert und der ganze Tagesablauf dreht sich nur um diese eine Frage in unserem Kopf.

Die Frage muss raus, geht nicht anders, wenn wir irgendwann wieder normal denken wollen. Aber wie stellt man das an, ohne den anderen in Bedrängnis zu bringen? Ohne peinlich zu wirken? Wie stellt man blöde, nicht so tolle Fragen? Wenn mir das einer sagen könnte, dann hätte ich vielleicht eine minimale Chance die Fettnäpfchen- Pacht abzutreten.

Da kann ich aber lange warten, denn ein Rezept für die richtige Fragenformulierung gibt es meiner Meinung nach nicht. Die Leute sind zu verschieden, als dass man sie und ihre Reaktion auf nahetretende Fragen in eine Schublade stecken könnte. Es hängt immer von der Frage, der Verfassung des Gefragten und natürlich von der Beziehung zu dem Fragenden ab. Es gibt beispielsweise Frauen, denen es überhaupt nichts ausmacht, wenn man sie nach ihrem Alter fragt. Wenn sie sie aber älter als ihre ältere Freundin schätzt, dann ticken sie aus. Also dann doch besser Fragen.

Und für alle anderen Fragen, die ihr euch so stellt, sei es bei Freunden oder bei flüchtigen Bekannten. Fragt einfach. Klar kostet es Überwindung und ich trau mich ja auch nicht immer, aber sobald die Frage gestellt ist muss der Gefragte eine Antwort geben. Schon möglich, dass er oder sie dann für eine Weile nicht so gut auf euch zu sprechen ist, aber ihr habt wenigstens Klarheit. Und das ist es doch, was wir beim Stellen einer Frage erwarten. Klarheit.

Ihr hört von mir,

Gingia

 

2015-12-15_14.06.43[1]

Was tun, mit dieser Frage, die in meinem Kopf herumschwirrt?

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