Einen Tisch für ganz Facebook bitte!

Das Mittagessen war schon immer einer meiner liebsten Tagesabschnitte. Gemütlich eine leckere Mahlzeit einnehmen und dabei Energie für den Nachmittag zu sammeln ist eine tolle Kombination. Natürlich wurden dabei stets die Handys weggelegt und weder SMS noch Anrufe beantwortet. Heute verläuft das alles etwas anders:

Ein Gespräch von Angesicht zu Angesicht scheint unter den Tischnachbaren unmöglich. Stattdessen wird krampfhaft, mit Hilfe des Smartphones, das Internet durchforstet. Die neue Beziehung die ein früherer Mitschüler eingegangen ist, scheint natürlich viel interessanter als die gestampften Kartoffeln auf dem Teller. Schön die reale gegen die virtuelle Welt austauschen. Das scheint zumindest das Motto vieler zu sein. Was ist so schön an dieser virtuellen Welt? Alle wissen zu lassen, dass die aktuelle Beziehung höchst kompliziert sei, oder dass nun Katzen auf Youtube sogar Autos steuern können? Nun das letztgenannte Video klingt wirklich äußerst spannend. Ich versuche es schon seit Stunden, das Video zu finden. Falls ihr es entdeckt habt, bitte seid so lieb und verlinkt es mir in einem Kommentar, ja?

Aber zurück zum eigentlichen Thema: Wieso sind Katzenvideos so beliebt? Ach nein ich wollte doch über das heutige Essverhalten schreiben. Zu blöd, ich hätte einige tolle Katzengeschichten auf Lager. Ein Andermal vielleicht. Also zurück zum Mittagessen:

Viele posten sogar regelmäßig Fotos der Mahlzeiten, die sie zu sich nehmen. Ich frage mich dann immer, wer so interessiert daran sein soll, sich die Lebensmittel anzusehen, die der jeweilige Magen zu verdauen hat. Kommentiert ein empörter Facebook-Freund etwa: „Du isst doch nicht dieses Brötchen, das du neben deinem Teller liegen hast oder? Fisch mit Kartoffeln UND Brot? Viel Glück deinen Gedärmen bei dieser Aufgabe!“

Bis das Bild gepostet, die Hasskommentare beantwortet und die Rechnung beglichen ist, war die Mahlzeit auch meist schon wieder zum Ausscheiden bereit. Wow klingt das eklig, doch ist es leider wahr. Aber keine Sorge, denn ich habe die Perfekte Lösung: nehmt euch diese Stunde pro Tag Zeit und redet miteinander, um über eure Verwandten, Nachbarn oder besten Freunde herzuziehen.

Gern geschehen!

Euer Manu

Keine Zeit mehr für Gesprache - Facebook sei dank

Keine Zeit mehr für Gesprache – Facebook sei dank

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