Der August nimmt mir die Lust

Ich weiß nicht, ob sich wirklich alle vorstellen können, wie man sich fühlt, wenn das eigene Heimatland/ Dorf ect. von Touristen überfüllt ist, dass man die eigentlichen Einwohnen beinahe auf einer Hand abzählen kann, aber ich muss meinem Frust über den August kurz loswerden.
Heute haben wir den 15. August. Maria Himmelfahrt. Und dieser Feiertag wird bei allen Italienern sehr hoch gefeiert. Und was passiert, wenn die meisten aller Geschäfte geschlossen sind und die Hitze am Meer kaum aushaltbar ist? Man flüchtet sich in einen Urlaub in den Bergen.
Grundsätzlich habe ich ja nichts gegen den Tourismus, ganz im Gegenteil: Ich bin froh, dass nahezu alle Betriebe ihr Geld damit verdienen können, dass so viele Menschen dorthin kommen, wo wir wohnen, unsere Heimat mehr oder weniger schätzen und auch sehr schön finden. Allerdings bin ich größtenteils auch eine Nutzerin der öffentlichen Verkehrsmittel. Und diese sind besonders im August ziemlich überfordert. Nicht nur das hohe Verkehrsaufkommen, das es den Bussen nahezu unmöglich macht, pünktlich an ihr Endziel zu kommen, sondern auch die überfüllten Züge, bringen meine Nerven zum Glühen.
Aber alles hat ein Ende und wir alle wissen, dass der August nur 31 Tage hat. Deshalb muss ich mich nur in meiner Geduld üben und auf den September warten, denn dann kann ich mich wieder ohne langes Aufregen von A nach B bewegen, und muss nicht immer mit Verspätungen oder dem Verpassen meines Anschlusses rechnen. Und bis dahin, bleibe ich einfach brav zuhause, lehne mich zurück und lese ein gutes Buch. Denn das, hebt die Laune und mildert meinen Frust im August.

Ihr hört also demnächst von mir,

Gingia

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